Über das Hotel

Das Hotel Polonia liegt im innersten Zentrum der Stadt – 10 Minuten Fußweg bis zum Marktplatz und ca.  20 Minuten  von der Dominsel entfernt.

Polski Kapitał

 Das Hotel gehört zu der Kette Historische Hotels von Wroclaw, die ein Teil der polnischen Kapitalgruppe  DEXPOL A.G. ist.

Sehen Sie die Lage von Hotel Polonia.

Das Hotel Polonia liegt im innersten Zentrum der Stadt – 10 Minuten Fußweg bis zum Marktplatz und ca. 20 Minuten von der Dominsel entfernt. Es setzt die Tradition des an dieser Stelle vor über 100 Jahren errichteten Hotels Vier Jahreszeiten (Baujahr 1911) fort. In der Nähe von Hotel Polonia befinden sich die wichtigsten Kultureinrichtungen, Handelszentren und Behörden.

Geschichte

 

Polonia Hotel History

Hotel Polonia Wrocław – ul. Piłsudskiego 66/70; bis 1945- Hotel Vier Jahreszeiten

Das erste Gebäude, das an diesem Platz existierte, war die wahrscheinlich aus den 30er-Jahren des 19. Jh. stammende klassizistische Stadtvilla, die zuerst F. Brüchner, und dann Lippmann gehörte. Seit den 70er-Jahren war ihr Eigentümer Julius Heymann, von dem das Gelände samt der Immobilie durch eine Gesellschaft abgekauft wurde. In 1906 teilte die Residenz das Schicksal der meisten aus dem 19. Jh. stammenden Gebäude dieser Region und wurde abgebaut, und das Gelände wurde für den Bau eines Mietshauses, das schließlich jedoch nicht entstand, vorgesehen. Desselben Jahres wurde eine Entscheidung über den Bau eines Hotels nach den Entwürfen des Architekten Paul Rother gefasst.

1911 wurde eines der größten, elegantesten und teuersten Hotels in Wrocław der damaligen Zeit eröffnet. Das Gebäude bestand aus einer Frontseite sowie Seiten- und Hinterflügeln, die einen inneren Hof bildeten. Die meist repräsentative Fassade knüpfte an den barocken Palast an, die Aufmerksamkeit zogen auf sich große Glasvitrinen des Erdgeschosses und auslaufende Halbkreisfenster des ersten Stockwerkes mit den über ihnen platzierten Balkons, die eine Art der mit Steinvasen verzierten Balustrade bildeten. An der Zentralstelle war ein siebenachsiger Pseudorisalit vollendet mit Mansardendach und zusätzlichem Geschoss – Belvedere mit Aussichtstarrasse, lokalisiert. Auf dem untersten Stockwerk waren Läden platziert, in denen man von der Straßenebene hineinging, auf dem ersten Stockwerk befanden sich: zweistöckiger Ballettsaal mit Logen und Kassettendecke, Restaurants, Cafés, die mit verschiedenen Gemälden und wunderschönem Kamin geschmückt waren, Billardsaal und Clubräume, in denen der elitäre „Schlesische Klub” im englischen Stil seinen Sitz hatte. Im übrigen Teil wurden 120 Zimmer angelegt, zu denen 5 Treppenhäuser führten. In den 20er- und 30er-Jahren wurden im Hotel kleine Renovierungen und Umbauten zwecks Verbesserung der Funktionalität und besseren Anpassung an die Gäste vorgenommen. Diesem Ziel diente auch der Kauf von benachbarten Grundstücken: eines Platzes hinter dem Hotel, wo ein Café und eine Weinstube mit Veranden angelegt wurde, Ballsaal mit Bühne für das Orchester, breiter Terrasse und Tanzfläche, sowie der Immobilie bei ul. Nowoświdnicka 16.

In 1939 wurde nach dem Projekt von Otto Schenderlein ein Generalumbau des Hotels durchgeführt, was ihm vereinfachte Formen, die für die Architektur des 3. Reiches waren, verlieh. Die meist deutliche Veränderung war die Entziehung der originellen sezessionistisch-barocker Eigenschaften samt Liquidierung der Signatur auf dem Dach. Das in geringem Maß während der Belagerung der Festung Breslau beschädigte Hotel begann sehr schnell seine Rolle unter den Brandstellen der zerstörten Stadt, jedoch mit dem neuen Namen „POLONIA“, zu erfüllen.

In den 50er-Jahren nach dem Abreißen der zerstörten Mietshäuser wurde neben ihm der Westflügel von Kościuszkowska Dzielnica Mieszkaniowa [KDM] gebaut. Als ein der wenigen Hotels in der Stadt besaß es in den ersten Nachkriegszeiten Garagen für Personen- und Lastwagen. In den 60er-Jahren verfügte es über 54 Einzelzimmer, 35 Appartements, TV-Club, Telefone in allen Zimmern, Expresswaschen der Unterwäsche sowie Friseursalon. Im Erdgeschoss des Hotels befand sich die „Bar Tempo“, die schnell an Popularität gewann und ein Kultort wurde. „Tempo“ war eine Bar des tschechischen Typs, die sich mit separaten Ständen charakterisierte, sie war die zweite meist rentable Bar in ganz Polen / nach der Warschauer Bar „Praha“/. Die Bar bestand aus zwei Sälen. Der erste von der Straße, wo Desserts, Kaffee und Bier serviert wurde, im zweiten wurden Mittagessen und Fertigspeisen, auch zum Mitnehmen, verkauft.

In 2007 ausgegebenen Roman „Dżuma w Breslau“ [Pest in Breslau] von Marek Krajewski wurde eine der Szenen im Billardsaal des Hotels platziert.